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Top10 Betriebsübergabe

Es gibt viele Gründe, weshalb ein Unternehmen verkauft bzw. eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger gefunden werden soll; bevorstehende Pensionierung, kein Interesse der Kinder an der Weiterführung, Übersiedelung, gesundheitliche Gründe, etc.. Was auch immer der Anlass ist, mit wenigen Ausnahmen haben die Gründe dafür, kaum Einfluss auf das Ergebnis der Nachfolger-Suche und Firmenübergabe.

Anders verhält es sich mit der Art und Weise der Firmenübergabe, denn die Möglichkeiten den Firmenverkauf in den Sand zu setzen, sind mindestens genauso zahlreich, wie die Gründe für eine Nachfolger-Suche.

 

Für all jene, die von der Sinnhaftigkeit des Verkaufs Ihrer Firma ohnehin nicht völlig überzeugt sind oder ihren Betrieb tief im Inneren eigentlich auch gar nicht übergeben wollen und daher offen für Anregungen sind, um den Verkauf doch noch abzuwenden, haben wir, mit einem kleinen Augenzwinkern, die 10 besten und praxiserprobten Tipps zum „erfolgreichen Scheitern“ einer Betriebsübergabe zusammengefasst.

1. Machen Sie sich keine Gedanken!

Den Betrieb, den Sie selbst gegründet, aufgebaut und geführt haben und der seit vielen Jahren wichtiger Bestandteil Ihres Lebens ist, an einen Nachfolger zu übergeben, ist keine einfache Sache! Für Viele fällt damit ein zentraler Lebensinhalt weg, das Gefühl, eine Aufgabe zu haben und gebraucht zu werden und natürlich die emotionale Bindung an die Belegschaft und den Betrieb.

Also machen Sie sich keine großartigen Gedanken darüber, was das für Sie bedeutet, was sich damit für Sie und in Ihrem Leben ändert und wie die Zeit danach aussehen wird? Das wird schon irgendwie...!

2. Warum investieren, wenn verkauft wird?

Natürlich ist es nicht so, dass alle Firmeninhaber, die übergeben wollen oder müssen, die Augen vor diesem Moment verschließen. Viele Firmenchefs machen sich sehr konkrete Gedanken über den Unternehmensverkauf, leider oft auch mit dem Ergebnis, wegen der bevorstehenden Übergabe nichts mehr zu investieren, was den Verkauf zu einem guten Preis und die Betriebsübergabe extrem stört.

Sparen Sie Ihr Geld, wenn Sie schon wissen, dass Sie verkaufen werden. Der Nachfolger soll doch die nötigen Investitionen in Maschinen, Lagerstand, Internetauftritt, Vertrieb, usw., doch selbst bezahlen!

3. Umso später, desto besser!

>Aus vielen verschiedenen Gründen, z.B. um noch möglichst lange aktiv im Geschäft mitwirken zu können, wird oft erst sehr spät, bspw. kurz vor Pensionierung, unmittelbar vor Eintritt einer Krise in der Firma oder wenn sonstiger Zeitdruck aufkommt, mit der Nachfolger-Suche begonnen. Die Auswirk-ungen auf den Projekterfolg sind schwerwiegend, denn, egal wie Sie es anstellen, den Verkaufsprozess zu beschleunigen kostet Geld und schmälert deutlich das den erzielbaren Erlös aus dem Firmenverkauf.

Lassen Sie sich bis zuletzt Zeit mit der Nachfolger-Suche! Ein Firmenverkauf ist ja keine große Sache, ein Nachfolger ist schnell gefunden und, trotz der vielen Fragen, die Abwicklung geht dann auch recht flott!

4. Kein Problem, das kann ich selbst!

Natürlich kennen Betriebsinhaber ihr Geschäft am besten. Genau das ist der Punkt, sie sind unbestritten die Experten in Ihrer Branche und ihre Erfahrung und Marktkenntnis haben unschätzbaren Wert im Verlauf der Nachfolger-Suche. Sie sind aber keine Profis im Unternehmens-verkauf. Betriebswirtschaftliche, rechtliche und steuerliche Aufgaben sind zu klären und der, über viele Monate dauernde, Prozess mit zahlreichen, beteiligten Personen muss professionell gesteuert werden. Überlassen Sie das also den Profis, wenn’s klappen und der Verkauf erfolgreich ausgeführt werden soll

Das können Sie selbst; einfach die Firma bei der WKO ins Internet stellen und dann mit Interessenten verhandeln. Dafür brauchen Sie keine teuren Profis, die das täglich machen, weil Ihre Firma kennen ohnehin Sie am besten und sicher wissen Sie auch schon genau, wie hoch der Firmenwert ist, oder?

5. Immobilienmakler sind die Experten für Betriebsnachfolgen!

Oftmals wird ja doch akzeptiert, dass eine Unternehmensnachfolge besser mit einem erfahrenen Experten durchgeführt wird. Man erkundigt sich an verschiedenen Stellen und landet, warum auch immer, bei Immobilienmaklern. Übrigens, deren Ausbildung und Berufsalltag hat meistens absolut nichts mit Firmenverkäufen zu tun hat! Der Begriff „Unternehmensverkauf“ findet sich zwar in der Gewerbeordnung der Immobilienmakler, aber selbst die WKO ist sich über die Sinnhaftigkeit uneins?

Beauftragen Sie sich doch einen Immobilienmakler mit Ihrem Firmenverkauf! Sie werden rasch welche finden, die viele Vormerkkunden für Ihren Betrieb haben und auch ohne Exklusiv-Vertrag arbeiten. So können Sie mehrere Makler gleichzeitig beauftragen, bei Einem wird’s vielleicht klappen! Hmm....

6. Der beste Unternehmensmakler ist der mit den meisten Projekten!

Sind Sie doch nicht restlos davon überzeugt, dass ein Immobilienmakler der ideale Partner für die Betriebsnachfolge ist, führt Sie Ihr Weg nun hoffentlich zu einem spezialisierten Unternehmens-berater. Führen Sie ein unverbindliches und kostenloses Informationsgespräch und lernen Sie die handelnden Personen und ihre Arbeitsweise kennen. Aber Vorsicht, hüten Sie sich vor Unternehmens-maklern die mit zwei, drei MitarbeiterInnen 30 oder mehr Betriebe „betreuen“. Ein seriöser Berater wird nur so viele Projekte begleiten, wie sein Team auch wirklich aktiv und persönlich betreuen kann.

Am besten Sie sehen sich die Anbieter genau an! Wer die meisten Projekte im Internet zeigt, ist sicher der ideale Partner. Wer so viele Firmen, mit so wenig Personal betreuen kann, der muss ja Profi sein!

7. Ich weiß am besten, was meine Firma Wert ist!

Gegründet, über viele Jahre hinweg aufgebaut und zu einem erfolgreichen Unternehmen gemacht. Insofern ist es verständlich, dass Firmeneigentümer der Ansicht sind, den Wert Ihres Unternehmens genau zu kennen. Doch gibt es zwei zentrale Aspekte zu bedenken: 1) die emotionale Bindung zum eigenen Betrieb ist trügerisch und führt oft zu einer subjektiven Betrachtung 2) die Vergangenheit des Betriebes zählt für Käufer kaum, sie sind am aktuellen Ertrag und dem Zukunftspotenzial interessiert

Meine Firma ist seit 25 Jahren aktiv und hat immer schwarze Zahlen geschrieben. In den letzten zwei, drei Jahren sind die Umsätze zwar deutlich gesunken, aber meine Preisvorstellung gebe ich nicht auf!

8. Ich habe schon eine fixe Zusage!

Lies es sich nun, trotz aller genannten „Anstrengungen“, nicht verhindern, Kaufinteressenten für Ihr Unternehmen zu finden und Sie möchten die Sache jetzt doch über die Bühne bringen, machen Sie so schnell wie möglich Nägel mit Köpfen, fordern Sie ein schriftliches Kaufanbot oder eine entsprechende Absichtserklärung ein und lehnen Sie keinesfalls weitere Interessenten ab, solange kein rechtsgültiger Kaufvertrag unterzeichnet ist. Solche Geschäfte sind sogar auch dann noch gescheitert, wenn bereits ein Kaufanbot von beiden Seiten unterschrieben war.

Wenn Sie bereits eine fixe Zusage von einem Interessenten haben, auch wenn diese nur mündlich ist, dann haben Sie es geschafft! Er muss vielleicht nur noch die Finanzierung und klären....!

9. Ein beiderseits unterschriebenes Kaufanbot ist doch nicht bindend!

Ein Kaufanbot mit den bereits getroffenen Vereinbarungen liegt endlich auf dem Tisch, für Sie als Verkäufer passt das Kaufanbot, Sie unterschreiben es. Danach wird mit Anwalt und Steuerberater über die Details für die Vertragserrichtung diskutiert und dabei stellen Sie fest, dass Sie noch etwas Wesentliches ändern möchten. Ganz schlecht, vor allem wenn es um grundlegende Punkte geht, die Sie jetzt unbedingt durchsetzen wollen, der Käufer aber keine Zugeständnisse machen möchte.

Sie wollen am beiderseits unterschriebenen Kaufanbot noch etwas ändern? Kein Problem, ist ja noch kein fixer Kaufvertrag, denken Sie sich, und der Käufer wird das schon akzeptieren. Oder doch nicht?

10. Ich rechne fix mit dem ganzen Kaufpreis!

So, jetzt fehlen nur noch das Einlangen des Kaufpreises am Konto, die eigentliche Firmenübergabe und danach können Sie mit dem wohlverdienten Geld aus dem Firmenverkauf endlich das Leben genießen! Aber Halt, war da nicht noch etwas? Und ob, auch das Finanzamt möchte einen Anteil! Je nach Rechtsform Ihrer Firma und was bzw. wie verkauft wurde, sind Steuern vom Verkaufserlös abzuführen. Klären Sie vor dem Verkauf die steuerlichen Auswirkungen, damit Sie keine bösen Überraschungen erleben und ggf. den Deal noch etwas optimieren oder anders strukturieren können.

Sobald Sie den Verkaufserlös auf Ihrem Konto haben, ist die Sache gelaufen und Sie können das Geld ausgeben, wofür Sie möchten. Außerdem war Ihr Betrieb sowieso eine GmbH bzw. Kapitalgesellschaft, weshalb sollten Sie dann als Privatperson Einkommenssteuer vom Firmenverkauf zahlen?

Planen und bedenken Sie also Ihre bevorstehende Unternehmensnachfolge frühzeitig und gut und holen Sie sich einen seriösen und erfahrenen Partner, der sich wirklich Zeit für Ihr Projekt nimmt, an Board. Wir von der Nachfolge-Agentur stehen Ihnen dabei sehr gerne zur Seite!